DB und Dorfen geben getrennte Einschätzungen ans BMVI

Das Ringen um eine Bahnausbaulösung in Dorfen fand auf der Stadtratssitzung am 2.12. einen endgültigen Beschluss: Die Stadt Dorfen wird die Bitte ans Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) übermitteln, den Vorschlag ihres Beraters Vieregg weiter zu verfolgen. Offen bleibt darin allerdings, wer die eventuell anfallenden Mehrkosten übernehmen wird, die der Vieregg-Entwurf, der die Tieferlegung der Bahnlinie im Stadtgebiet vorsieht, mitbringt.

Die DB wird unabhängig davon ihre Einschätzung beim Bundesministerium einreichen und dabei die Geschehnisse seit dem September-Termin in Berlin resümieren. Der Abschlussbericht beinhaltet sowohl die Ergebnisse der gemeinsamen Klausurtagung von DB und der Stadt Dorfen mit deren Berater Vieregg im Oktober, als auch die Inhalte der Gespräche mit berufenen Dorfener Stadträten zur Bahn-Variante im November.

In den zwei Gesprächsrunden hatte die Bahn zunächst den aktuellen Planungsstand ihrer Variante veranschaulicht, dazu die verschiedenen Ideen der Stadt aufgenommen, diese bewertet und mögliche Anpassungen gemeinsam diskutiert. Im Ergebnis konnte die DB zu allen zentralen Punkten der Stadt Dorfen Anpassungsvorschläge in jeweils verschiedenen Varianten unterbreiten. Abschließend positioniert hatten sich die Stadträte allerdings nicht, stattdessen den Wunsch geäußert, dass die Bahn dem Plenum der Stadtratssitzung die Vorschläge nochmals präsentiert.

Dieser Bitte des Stadtparlaments entsprach der Gesamtprojektleiter der ABS 38, Klaus-Peter Zellmer, gestern und betonte: „Wir schätzen die konstruktive Zusammenarbeit mit den Stadträten und auch das positive Feedback, das Sie uns zu unseren kurzfristig erarbeiteten alternativen Planungsvarianten gegeben haben.“ Er bedauere allerdings, dass dem BMVI dennoch kein Konsens mit einer gemeinsam verabschiedeten Bahnausbaulösung übermittelt werden kann.

Eine Stellungnahme des Bundesministeriums zu den separaten Einreichungen von DB und Stadt Dorfen bleibt nun abzuwarten.

Hier geht es zur DB-Präsentation der Stadtratssitzung vom 2.12.2020.

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