Durchgetaktet – ABS 38 und der Deutschland-Takt

Pünktlichere Züge, schnellere Verbindungen und weniger Wartezeiten: Das sind die Ziele des Deutschland-Taktes. In regelmäßigen Abständen – alle 30 bis 60 Minuten - werden an bestimmten Knotenbahnhöfen Züge ein- und kurze Zeit später wieder ausfahren. So das Ziel des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, weshalb das Ministerium einen modellhaften Fahrplan aus dem Bundesverkehrswegeplan 2030 für den Takt erstmalig erarbeitet hat. Der Entwurf des endgültigen Zielkonzepts für den Deutschland-Takt, der den gesamten Schienenverkehr sowie die wirtschaftliche Bewertung berücksichtigt, werden die Gutachter im kommenden Jahr vorlegen.

Langfristig soll auch der öffentliche Nahverkehr, vor allem das Busnetz, an den Fahrplan angepasst werden, sodass letztlich der ganze öffentliche Nah- und Fernverkehr aufeinander abgestimmt wäre. Doch nicht nur der Personenverkehr soll dadurch attraktiver gestaltet werden, auch der Schienengüterverkehr wird in den Deutschland-Takt integriert. Das erhöht gleichzeitig die Verfügbarkeit, so dass mehr Güter über die Schiene transportiert werden können.

Damit das funktionieren kann, muss Deutschlands Schienennetz leistungsfähiger werden. Großprojekte wie das der ABS 38 haben genau das zum Ziel: in Engpassbereichen mehr Kapazitäten schaffen.

Broschüre des BMVI zum Thema Deutschland-Takt

Vorreiter in Sachen integraler Taktfahrplan ist die Schweiz: Bereits seit 1982 gibt es dort einen bundesweit aufeinander abgestimmten Fahrplan. In der 1987 verabschiedeten Initiative „Bahn 2000“ legte die Schweiz außerdem den Grundstein für einen Ausbau des Schienennetzes. So konnte im Jahr 2004 ein weitgehender Halbstundentakt im Fernverkehr verwirklicht werden. Auch in Deutschland gibt es auf Länderebene bereits einzelne Integrale Taktfahrpläne im Nahverkehr.