Bahntechnik zum Anfassen: Technologiepark in Mühldorf eröffnet

Bei bestem Wetter wurde der neue Technologiepark in Mühldorf feierlich eröffnet. Damit hat die Deutsche Bahn ein wegweisendes Projekt auf die Beine gestellt, unterstützt durch regionale Herstellerfirmen für Bahntechnik sowie durch die Stadt Mühldorf. Der einzigartige Park direkt neben dem InfoCenter der ABS 38 bietet interessierten Besucher:innen Bahntechnologie zum Anfassen.

Klaus-Dieter Josel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn in Bayern sowie die beiden Initiatoren, Alexander Pawlik, Gesamtprojektleiter der ABS 38, und Tristan Mölter, Teamleiter für Brückenbau- und Schallschutztechnik der DB Netz AG, eröffneten den Technologiepark im Beisein des ersten Bürgermeisters der Stadt Mühldorf Michael Hetzl sowie der Geschäftsleiter der Südostbayernbahn, Matthias Krause, Christian Steinbacher und Magdalena Obermayer. Als Schirmherrin des Projekts entsandte Ingrid Felipe, Vorständin für Infrastruktur bei der DB Netz AG, eine Grußbotschaft per Video.

Der Technologiepark präsentiert imposante Exponate aus dem Bereich Bahntechnik. Dazu gehört ein modernes Bahnübergangssystem, bestehend aus Gleisen, Schotter und integrierten Schallschutzelementen wie Schienenstegdämpfern. Außerdem werden innovative Werkstoffe wie glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK) und Gummi sowie bewährte Technologien, die bereits bundesweit von der Deutschen Bahn eingesetzt werden, vorgestellt.

Große Bedeutung hat das Thema Schallschutz vor allem auch im Zusammenhang mit dem Ausbau und der Elektrifizierung unserer Strecke München-Mühldorf-Freilassing / Burghausen (ABS 38). Interessierte Bürger:innen und Kommunen haben nun die Möglichkeit, sich vor Ort ein umfassendes Bild von den geplanten Maßnahmen zu machen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem erstmaligen Bau von Schallschutzvorrichtungen entlang der Strecke. Die moderne und innovative Schallschutztechnik kann an insgesamt zehn unterschiedlich gestalteten Exponaten aus verschiedenen Materialien wie Aluminium, Beton, Holzfaserbeton und Glaselementen begutachtet werden. Beeindruckend sind auch die durchdachten Lösungen für Kleintiere wie Eidechsen sowie die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten der Lärmschutzwände. Und wer noch mehr Infos zum Thema Schallschutz wissen wollte, konnte mit Hans-Jürgen Johannink vom Deutschen Verband für Lärmschutz ins Gespräch kommen. Auffällig ist auch das Stadtwappen von Mühldorf und Burghausen, welches an den Musterwände prangt, es soll die enge Verbindung zwischen der Bahntechnologie und der regionalen Identität verdeutlichen.

Alexander Pawlik: "Für die Region ist der Technologiepark in Mühldorf ein Meilenstein. Er ermöglicht es nicht nur, die Akzeptanz für geplante Schutzmaßnahmen in der Umgebung zu steigern, sondern fördert auch einen transparenten Dialog zwischen der Deutschen Bahn und den Kommunen. Die enge Zusammenarbeit mit lokalen Herstellerfirmen, die die regionalen Gegebenheiten bestens kennen und ihre Technologien vor Ort entwickeln, zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie Bahntechnologie und Umweltschutz Hand in Hand gehen können."

Tristan Mölter: "In einer Zeit, in der die Bahninfrastruktur immer wichtiger wird, bietet der Technologiepark in Mühldorf eine wertvolle Gelegenheit, die Zukunft des Zugverkehrs zu erleben und gleichzeitig die Bedürfnisse der Anwohner und der Umwelt zu berücksichtigen. Dieses Gemeinschaftsprojekt wurde zudem maßgeblich von der Europäischen Union gefördert und unterstreicht die Bedeutung dieser Initiative für die Region. Damit ist es ein Paradebeispiel für Innovation, Zusammenarbeit und Nachhaltigkeit im Bereich der Bahntechnik und wird zweifellos weit über die Gemeinde Mühldorf hinaus Beachtung finden."

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