• A
  • Ausbaustrecke (ABS)

    Als Ausbaustrecke (ABS) werden bereits existierende Eisenbahnstrecken bezeichnet, die durch umfangreiche Baumaßnahmen für höhere Geschwindigkeiten sowie höhere Kapazitäten ertüchtigt werden.

  • B
  • Bahnübergang (BÜ)

    Ein Bahnübergang (BÜ) ist eine höhengleiche Kreuzung von Eisenbahnschienen und Straße. Bei Unter- oder Überführungen handelt es sich um nicht höhengleiche Bahnübergänge.

  • Bedarfsplanumsetzungsvereinbarung (BUV)

    In der Bedarfsplanumsetzungsvereinbarung (BUV) haben sich das Bundesverkehrsministerium und das Eisenbahn-Bundesamt mit der DB Netz AG darauf geeinigt, Aus- und Neubauprojekte schneller, effizienter und stabiler abzuwickeln. Kernelement der BUV ist eine neue Ausrichtung der Finanzierungsstruktur, die u.a. eine intensivierte Planungs- und Projektbegleitung durch das Eisenbahnbundesamt vorsieht. Damit soll die Projektumsetzung beschleunigt und verbessert werden.

    Die BUV ist Teil der „Strategie Planungsbeschleunigung“ des Bundesverkehrsministeriums und trat zum 1. Januar 2018 in Kraft.

  • Betriebsbahnhof

    Ein Betriebsbahnhof wird, im Gegensatz zu einem Personen- oder Güterbahnhof, nur für rein betriebliche, bahninterne Aufgaben genutzt, nicht für den öffentlichen Verkehr.

  • Bodengutachten

    Bei einem Bodengutachten dokumentiert ein Sachverständiger für Geotechnik, wie die Baugrund- und Grundwasserverhältnisse in einem Planungsbereich beschaffen sind. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse haben großen Einfluss darauf, wo und wie beispielsweise neue Gleise, Brücken etc. gebaut werden können.

  • Building Information Modeling (BIM)

    Building Information Modeling (dt.: Bauwerksdatenmodellierung) ist eine moderne Methode der Bauplanung. Mittels Software können Daten zu Gebäuden oder Bauwerken digital modelliert (3D-Modell) und kombiniert werden. Die virtuellen Modelle unterstützen die optimierte Bauplanung und -ausführung von Bauwerken. Insbesondere wenn Änderungen in der Planung auftreten und am Modell vorgenommenen werden, sind diese schnell und direkt für alle Beteiligten verfügbar.  Damit kann der Koordinierungs- und Arbeitsaufwand mit BIM gegenüber der klassischen Bauplanung deutlich reduziert werden.

  • Bundesschienenwegeausbaugesetz (BSWAG)

    Mit Verabschiedung des BSWAG werden geplante Baumaßnahmen an den Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes in Gesetzesform gebracht. Die Umsetzung wird damit verbindlich vorgeschrieben und konkretisiert. Das BSWAG basiert auf der Aufstellung und Priorisierung von Einzelprojekten im Bundesverkehrswegeplan (BVWP).

  • Bundesverkehrswegeplan (BVWP)

    Der BVWP steckt den langfristigen Rahmen für anstehende Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur des Bundes, sowohl für die Erhaltung der Verkehrsinfrastruktur, als auch für Aus- und Neubauprojekte. Die verschiedenen Vorhaben werden im BVWP priorisiert und vorab einer Nutzen-Kosten-Analyse unterzogen. Weitere Informationen finden Sie hier:  https://www.bmvi.de/DE/Themen/Mobilitaet/Infrastrukturplanung-Investitionen/Bundesverkehrswegeplan-2030/bundesverkehrswegeplan-2030.html

  • D
  • Daglfinger und Truderinger Kurve (DTK)

    Die Projekte Daglfinger und Truderinger Kurve umfassen den Neubau von jeweils einer elektrifizierten Verbindungskurve für den Schienengüterverkehr im Münchner Osten. Der Neubau der Truderinger Kurve ist Teilmaßnahme der ABS 38 München–Mühldorf–Freilassing. Der Neubau der Daglfinger Kurve ist Bestandteil des Ausbaukonzeptes Knoten München.

  • E
  • Eisenbahn-Bundesamt (EBA)

    Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) ist die deutsche Aufsichts- und Genehmigungsbehörde für Eisenbahninfrastruktur- und -verkehrsunternehmen (EVU). Das EBA ist eine selbständige deutsche Bundesoberbehörde und unterliegt der Aufsicht und den Weisungen des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Im Verantwortungsbereich des EBA liegt bspw. der Erlass von Planfeststellungsbeschlüssen.

  • Eisenbahnkreuzungsgesetz

    Das „Gesetz über Kreuzungen von Eisenbahnen und Straßen“, kurz: EKrG für Eisenbahnkreuzungsgesetz, ist ein Bundesgesetz aus dem Jahr 1963, das die Handhabung, den Bau und die Finanzierung von Kreuzungen von Eisenbahnen und Straßen sowie Wasserstraßen regelt.


    Das Gesetz besagt u.a., dass bei Maßnahmen am Bahnübergang, z.B. wenn ein Bahnübergang beseitigt und durch eine Eisenbahnüberführung ersetzt wird, die Kosten gedrittelt werden zwischen den Beteiligten Bahn, Bund und dem Straßenbaulastträger (§ 13). Äußern ein oder mehrere Beteiligte bei geänderten Kreuzungen (EÜ oder SÜ) ein Verlangen, so regelt das Gesetz in § 12 die Kostentragung.

  • Eisenbahnüberführung (EÜ)

    Eine Eisenbahnüberführung (EÜ) meint die „höhenfreie“ Kreuzung (im Gegensatz zu höhengleichen Bahnübergängen) einer Eisenbahnstrecke mit einem anderen Verkehrsweg. Im Normalfall werden EÜ in Form einer Eisenbahnbrücke realisiert.

  • Eisenbahnverkehrsunternehmen

    Während Eisenbahninfrastrukturunternehmen für Bau und Erhalt von Strecken, Bahnhöfen usw. zuständig sind, erbringen EVU Verkehrsleistungen. D.h. sie befördern mit ihren Zügen Personen und Güter.

  • Elektronisches Stellwerk

    Bei einem elektronischen Stellwerk handelt es sich um eine Bahnanlage zum Stellen von Weichen und Signalen für den Zugverkehr. Im Gegensatz zu früher üblichen mechanischen Stellwerken werden ESTW zentral und rechnergestützt gesteuert.

  • European Train Control System (ETCS)

    Das ETCS (European Train Control System) ist ein künftiges europaweit standardisiertes Zugbeeinflussungssystem, das alle bisherigen Systeme ablösen und einen europäischen Standard einführen soll. Damit ermöglicht ETCS einen zuverlässigen und sicheren grenzüberschreitenden Schienenverkehr.

  • G
  • Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz

    Dieses Gesetz regelt die Gewährung von Finanzhilfen des Bundes gegenüber den Ländern. Die bereitgestellten Mittel werden zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden eingesetzt.

  • H
  • Haltepunkt

    Haltepunkte (Hp) befinden sich jeweils im Streckenverlauf, bilden nicht deren Anfangs- bzw. Endpunkt. Im Gegensatz zu Bahnhöfen befinden sich an Haltepunkten meist keine Weichen, es kann daher nicht rangiert werden.

  • Höhenfreiheit

    Höhenfreiheit ist in der Regel dann gegeben, wenn sich zwei oder mehr Verkehrswege nicht in derselben Ebene kreuzen. Dabei kommen unter anderem Unter- oder Überführungen sowie Brücken und Tunnel zum Einsatz. 

  • Höhengleichheit

    Hierbei kreuzen sich zwei Verkehrswege in derselben Höhe und machen eine Vorfahrtsregelung notwendig. Ein Beispiel wäre ein Bahnübergang mit Schranken.

  • L
  • Lärmminderung

    Reduzierung von Lärm durch aktiven Schallschutz (z.B. Lärmschutzwände) und passiven Schallschutz (z.B. Schallschutzfenster). Mehr Informationen und ein ausführliches Lärmschutz-Glossar finden Sie hier: https://www1.deutschebahn.com/laerm/grundlagen/07_Glossar.html

  • Lärmsanierung

    Lärmsanierung umfasst Lärmschutz an bestimmten bestehenden Strecken.

  • Lärmvorsorge

    Lärmvorsorge erfolgt beim Neubau oder bei einer wesentlichen baulichen Änderung eines Verkehrsweges. Damit werden prognostizierte Folgen einer Baumaßnahme adressiert.

  • Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung

    Die Vereinbarung beinhaltet Maßnahmen zur Erhaltung der Schienenwege des Bundes. Dabei kann es sich um Ersatzinvestitionen handeln, aber auch um Instandhaltungsmaßnahmen. Neu- und Ausbaumaßnahmen fallen nicht unter diese Vereinbarung.

  • M
  • Medienbruch

    Ein Medienbruch entsteht bei einer manuellen Erfassung von Daten. Manuelle Datenerfassung ist fehleranfällig und zeitintensiv. Bei Planungsprozessen mit BIM wird ein Medienbruch weitgehend ausgeschlossen.

  • P
  • Planfeststellungsverfahren

    Das Planfeststellungsverfahren (PFV) ist ein förmliches Verwaltungsverfahren. Es stellt sicher, dass ein geplantes Bauvorhaben alle rechtlichen Vorgaben erfüllt und alle öffentlichen und privaten Betroffenheiten abgewogen und berücksichtigt werden.

    Die Entscheidungsgrundlagen für die Planfeststellung durch das EBA bilden zum einen die umfassenden Unterlagen, die der Vorhabenträger - hier: die Deutsche Bahn – einreicht. Darin werden unter anderem die Notwendigkeit der Maßnahme, technische Einzelheiten und untersuchte Varianten dargelegt und umfangreiche Anlagen zur Information beigefügt, beispielsweise die Umweltverträglichkeitsstudie oder schall- und erschütterungstechnische Unterlagen. Zum anderen werden die Unterlagen öffentlich ausgelegt.

  • R
  • Rangierbahnhof

    Ein Rangierbahnhof dient dazu, aus einzelnen Waggons oder Waggongruppen komplette Güterzüge zusammenzustellen.

  • S
  • Straßenbaulastträger

    Der Straßenbaulastträger ist die für den Bau und Unterhalt von Straßen verantwortliche Behörde (Bund, Land, Landkreis, Kommune).

  • Straßenüberführung (SÜ)

    Eine Straßenüberführung (SÜ) meint die höhenfreie Kreuzung einer Eisenbahnstrecke mit einer Straße, welche über die Eisenbahnstrecke führt. Im Normalfall werden SÜ in Form einer Straßenbrücke realisiert.

  • U
  • Umschlagbahnhof

    Als Umschlagbahnhof bezeichnet man im Güterverkehr diejenigen Bahnhöfe, auf deren Gelände Güter zwischen unterschiedlichen (Schiene-Straße) oder gleichen Verkehrsträgern (Schiene-Schiene) umgeladen werden.

  • V
  • Verkehrliche und Betriebliche Aufgabenstellung

    In der Verkehrlichen (VAST) und Betrieblichen Aufgabenstellung (BAST) werden die Anforderungen beschrieben, die eine bestimmte Infrastruktur nach einem Neu- oder Ausbau erfüllen soll. Dazu zählen bspw. geplante Zugzahlen, technische Ausstattung und betriebswirtschaftliche Kriterien. Diese Anforderungen werden vorab mit allen Beteiligten abgestimmt und bilden die Grundlage für die weitere Planung.

  • Vorhabenträger

    Der Vorhabenträger ist diejenige Organisationseinheit, die ein Bauvorhaben plant und später umsetzt. Im Falle der ABS 38 ist dies die Deutsche Bahn, genauer gesagt die DB Netz AG, gemeinsam mit DB Station&Service und DB Energie.

  • Vorzugsvariante

    Im Zuge der Vorplanung werden verschiedene Varianten für die künftige Strecke untersucht. Es werden erste Betrachtungen zu Schallschutz, Umweltschutz, Kosten, Bauzeiten usw. vorgenommen und gegeneinander abgewogen. Zudem finden Gespräche mit den beteiligten Behörden, mit Umweltverbänden, Anwohnern u.v.m. statt. Am Ende der Vorplanung schlägt der Vorhabenträger, hier: die DB Netz AG, eine Vorzugsvariante vor. Hat das EBA/BMVI die Vorzugsvariante bestätigt, dann beginnt die konkrete Entwurfsplanung.